German Translations


Posidippus, Epigrams, Pap. Mil. Vogl. VIII 309

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Lithika

AB 20

Wie einmal Du die ganze Helike mit ihren Felsenspitzen
     durch eine einzige Welle an den Sand erleuchtetest,
so würdest Du auch Eleusis schlagen, ähnlich einem hundertfacher Hurrikan,
     sofern Demeter Deine Hand nicht küssen würde.
Nur jetzt Du Herrgott von Geraistos, bewahr das Land von Ptolemaios
     mit seinen Küsten und Eilanden unerschüttert!

Übersetzung von Elizabeth Kosmetatou

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Oionoskopika

AB 21 (IV 8-13)

Wenn ein Schiff zu Wasser gelassen wird, zeige sich die ganze Fahrt über kraftvoll
      ein Falke; eine Möwe ist kein richtiges Vogelzeichen.
Ein in die Tiefe tauchender Vogel ist ungünstig, vielmehr soll er hoch fliegen
     *** gänzlich.
So wie sich von einer Ionischen Eiche der schnellflügelige Falke erhob,
     als, o Timon, dein heiliges Schiff zu Wasser gelassen wurde.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 22 (IV 14-19)

Der Vogel, der dem Pflüger folgt, möge als reizender Anblick sich dem Bauern
     zeigen; er pickt und bedeutet Glück für das Gedeihen der Pflanzen.
Uns aber, die wir das Ägyptische Meer durchfahren wollen,
     soll der thrakische Kranich vor dem Bugstag den Weg zeigen
als ein günstiges Zeichen für den Steuermann: er, der die große Woge überquert
     und durch luftige Gefilde sicher ans Ziel gelangt.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 23 (IV 20-23)

Wenn du eine fliegende Möwe siehst, die unter die Meereswoge
     taucht, o Fischer, betrachte es als gutes Omen:
Laß herab die vielhakige Angel und wirf aus das Netz
     und die Reusen, denn niemals wirst du ohne Fang zurückkommen.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 24 (IV 24-29)

Beeil’ dich, o Fischer, wenn du den thebanischen Vogel siehst, den schwarzen,
     denn wenn du der Möwe vertraust, nicht ***
*** selbst.
     *** Archytas ***
an das wellengeschlagene Ufer nämlich kam der günstige Vogel
     als Zeichen für guten Fang und nicht für anderes gültig.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 25 (IV 30-35)

Ein alter Mann ist ein günstiges Zeichen, und es ist gut, ihm zu begegnen, für eine Landreise
     wie für die Seefahrt. Und dem, der eine Ehe [einzugehen] sucht,
soll ein Priester erscheinen, bekränzt oder – nach dem, was man hört –
     stolz auf die schon erwachsenen Kinder.
Wie schlimm, wenn dir der Vater und die Blutsverwandten begegnen,
     wie gut dagegen, wenn es Schwager, o Braut, und Schwiegervater sind.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 26 (IV 36-39)

Um einen Sklaven zu erwerben, ist der beste Vogel
     der Graureiher, den Asteria, die Seherin, zu ihren Opfern hinzuruft.
Ihm vertraute Hieron und erwarb einen Sklaven für den Acker,
     einen anderen aber für das Haus als Aufseher, womit er einen guten Schritt tat.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 27 (IV 40-V 1-5)

Für jemanden, der die Geburt von Kindern ersehnt, ist der beste Vogel
     der Geier; nicht einmal von der Gottheit nimmt er ein Zeichen an,
noch auch hält er Rat mit dem großen Adler, sondern er erscheint vollständig für sich
     als das wirksamste Omen von allen:
Ein Geier, der ein Kind [bei der Geburt] begleitet hat, wird es in Versammlungen zu
     einem versierten Redner machen und im Krieg gewandt sein lassen.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 28 (V 6-11)

Wenn einem Mann, der gerade dabei ist, in einen verderblichen Krieg zu ziehen,
     ein weinender alter Mann an einem Dreiweg begegnet,
dann wird jener Sterbliche nicht mehr nach Hause zurückkehren. Daher sollte er
     seinen Marsch auf einen anderen Krieg verschieben.
Denn auch Timoleon, der Phoker, kam beweint zurück
     aus dem Krieg, weil er dieses Zeichen mißachtet hatte.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 29 (V 12-15)

Es ist ein feindliches Zeichen, wenn ein Mann Lerchen und Distelfinken an einem Ort
     erblickt: sie sind [nämlich] gefährlich, wenn sie zusammen als Paar erscheinen.
So sah sie Euelthon, und böse Räuber töteten ihn unterwegs
     bei Sidene in Aiolien.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 30 (V 16-19)

Wenn eine hölzerne Statue Schweiß absondert, welch’ großes Leiden kommt auf den Bürger zu
     und welch’ Hagel von Speeren!
Aber rufe die Gottheit an, die geschwitzt hat, welche
     das Feuer zu den Häusern und Feldern der Feinde zurücktreiben wird.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 31 (V 20-25)

Ein Adler, der aus den Wolken kommt, und zugleich ein niedergehender Blitz
     waren günstige Siegeszeichen im Krieg
für die argeadischen Könige. Athena aber vor dem Tempel
     bewegte den rechten Fuß aus Blei:
ein solches Zeichen erschien Alexander, als er für die
     unzähligen Armeen der Perser das Feuer ersann.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 32 (V 26-31)

Für Antimachos, der sich aufmachte, gegen das illyrische Heer zu ziehen,
     brachte ein Diener die Rüstung und den Gürtel heraus.
Aber an der steinernen Tür zum Innenhof glitt er aus und
     fiel zu Boden. Und Antimachos’ Gemüt war bestürzt
ob des Zeichens seines Dieners, der den schweren Helden alsbald
     auf dem Rückweg vom Feind als leichte Asche zurückbrachte.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 33 (V 32-39)

Als Aristoxeinos einen bedeutenderen Traum sah als ihm zukam,
     begehrte der Tollpatsch nach großen Dingen:
Er glaubte, als Bräutigam der Athene im Haus des olympischen Zeus
     zu schlafen, in einem goldenen Gemach die ganze Nacht.
Früh am Morgen stand er auf und griff eine feindliche Schlachtreihe an,
     so als ob er den Mut der Athene in seiner Brust hätte.
Ihn aber, der mit Göttern wetteiferte, brachte der verderbliche Ares zur Ruhe,
     und der vermeintliche Bräutigam verschwand in den Hades.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 34 (VI 1-4)

Von diesem Hügel aus, der von allen Seiten einen Rundblick bietet,
     macht Damon aus Telmessos, durch Tradition befähigt,
seine Verkündigungen aus der Vogelschau. Kommt also hierher, um die Stimme
     und die Zeichen des Zeus zu erfahren.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 35 (VI 5-8)

Ein Seher, der dem Raben gehorchte, war Strymon, der Held
     aus Thrakien, der trefflichste Gebieter der Vögel.
Ihm gab diese Bezeichnung Alexander, denn er besiegte dreimal
     die Perser, nachdem er sich von Strymons Raben ein Orakel geben ließ.

Übersetzung von M. Baumbach

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Tropoi

AB 102 (XV 24-27)

Warum seid Ihr hier bei mir stehengeblieben? Warum laßt Ihr mich nicht ruhen
     und fragt, wer ich bin, von wem ich abstamme und aus welchem Land ich komme?
Zieht an meinem Grabmal vorbei: Ich bin Menoitios, der Sohn des Philarchos,
     aus Kreta, ein Mann von wenigen Worten, wie es sich ja wohl für einen Fremden ziemt.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 103 (XV 28-31)

Du hast mich weder gefragt – wie es die Sitte vorschreibt – aus welcher Ecke der Welt
     ich komme, noch wer ich bin oder von wem ich abstamme; Du gingst einfach vorbei.
Aber [sieh auf] mich, wie friedlich [ich daliege]: Ich bin der Sohn
     des Alkaios, Soses von Kos, Dir [ganz ähnlich].

Übersetzung von M. Baumbach

AB 104 (XV 32-35)

Bleib erfreut stehen, [denn] eine maßvolle Ehrerbietung und nicht viel erbitte ich,
     daß Du [nämlich ] kennenlernst den *** aus Eretria.
Wenn Du einen Schritt nach vorne machst, erfährst Du auch, o Freund daß ich der
     Studienkollege des Menedemos war, einem – beim Vater Zeus! – weisen Mann.

Übersetzung von M. Baumbach

AB 105 (XV 36- XVI 1)

Grüßt [den Battos] – denn unter dem Grabstein liegt der alte Mann,
     dem an hundert Jahren [nur] fünf Jahre fehlten,
der Mann aus Adramyttion: „Sohn des Timanthes aus Adramyttion,
     Battos, Du glücklicher *** “

Übersetzung von M. Baumbach

AB 106 (XVI 2-5)

Nennt den ***
     Sei gegrüßt, Hegesa***
denn deren ***
     Briefe ***

Übersetzung von M. Baumbach

AB 107 (XVI 6-9)

Ich liege in ***
     und nicht
Fremder, zu ***
     Nimm Abschied ***

Übersetzung von M. Baumbach

AB 108 (XVI 10-13)

Betrachte gut ***
     ***
des Toten ***
     Sei eingedenk, o Bester, ***

Übersetzung von M. Baumbach

AB 109 (XVI 14-17)

Wie ***
     schweigend ***
***
     kalt ***

Übersetzung von M. Baumbach




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